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Nicht erholsamer Schlaf

Chronische Müdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer

Was ist nicht erholsamer Schlaf?

Nicht erholsamer Schlaf bezeichnet das Gefühl anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung am Morgen, obwohl objektiv ausreichend geschlafen wurde. Die Betroffenen wachen auf und fühlen sich, als hätten sie gar nicht geschlafen – trotz 7-9 Stunden Bettzeit.

Diese Störung kann erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und psychische Gesundheit haben. Sie unterscheidet sich von reiner Insomnie dadurch, dass die Schlafdauer meist normal ist, jedoch die Schlafqualität beeinträchtigt erscheint.

Symptome

Morgendliche Erschöpfung trotz ausreichender Schlafdauer
Gefühl, nicht tief geschlafen zu haben
Anhaltende Tagesmüdigkeit
Konzentrationsschwierigkeiten
Reduzierte Leistungsfähigkeit
Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
Kopfschmerzen am Morgen
Muskelschmerzen oder Verspannungen

Mögliche Ursachen

Fragmentierter Schlaf

Häufige, oft unbewusste Weckreaktionen (Arousals) stören die Tiefschlafphasen

Gestörte Schlafarchitektur

Unausgewogenes Verhältnis der Schlafphasen, zu wenig Tief- oder REM-Schlaf

Psychische Faktoren

Stress, Angststörungen, Depression oder chronische Anspannung

Körperliche Erkrankungen

Chronische Schmerzen, Fibromyalgie, chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS/ME)

Schlafhygiene-Probleme

Ungünstiges Schlafumfeld, unregelmäßige Schlafzeiten, Bildschirmnutzung vor dem Schlaf

Diagnostik & Therapie

Diagnostische Schritte

1

Ausführliche Anamnese

Erfassung der Schlafgewohnheiten, Tagesablauf und Beschwerden

2

Schlaftagebuch

Dokumentation über mehrere Wochen zur Musteranalyse

3

Polysomnographie

Messung der Schlafarchitektur und Ausschluss anderer Schlafstörungen

4

Labor- und körperliche Untersuchung

Ausschluss organischer Ursachen (Schilddrüse, Vitamine, etc.)

Therapieansätze

Optimierung der Schlafhygiene

Anpassung der Schlafumgebung, regelmäßige Schlafzeiten, Vermeidung von Stimulanzien

Kognitive Verhaltenstherapie

Bearbeitung von Sorgen, Ängsten und dysfunktionalen Gedanken rund um den Schlaf

Stressmanagement

Entspannungstechniken, Achtsamkeit, progressive Muskelrelaxation

Behandlung von Begleiterkrankungen

Therapie von Depression, Angststörungen, chronischen Schmerzen

Psychologische Beratung

Unterstützung bei der Bewältigung und Akzeptanz der Situation

Wichtige Informationen

Prävalenz

10–15% der Bevölkerung

Häufigkeit

Sehr häufig, oft unterdiagnostiziert

Behandlungsdauer

Individuell, meist mehrere Wochen bis Monate

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Schlafzentrum Wien

Medizinisches Kompetenzzentrum für Schlafmedizin und Schlafstörungen

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Dr. Martin Negrelli

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