Schlafapnoe-Therapie
Spezialisierte Behandlung von Schlafapnoe-Syndromen mit CPAP/BiPAP-Therapie, individueller Maskenanpassung und kontinuierlicher Langzeitbetreuung.
CPAP/BiPAP
Maskenanpassung
Verlaufskontrolle
Therapieoptimierung
CPAP/BiPAP-Therapie – Der Goldstandard
Die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure) ist die wirksamste und am besten erforschte Behandlungsmethode bei obstruktiver Schlafapnoe. Sie hält durch einen kontinuierlichen Überdruck die oberen Atemwege offen und verhindert so Atemaussetzer.
Bei schwerer Schlafapnoe führt die CPAP-Therapie zur:
- Vollständigen Beseitigung der Atemaussetzer (AHI nahe 0)
- Normalisierung der Sauerstoffsättigung
- Deutlichen Reduktion der Tagesschläfrigkeit (ESS-Score Verbesserung um 5-8 Punkte)
- Senkung des Blutdrucks um 5-10 mmHg
- Verbesserung der Lebensqualität und kognitiven Leistung
Unser Therapieansatz
1. Initiale Therapieeinstellung
- Drucktitration im Schlaflabor: Optimale Druckeinstellung unter polysomnographischer Kontrolle zur Ermittlung des therapeutischen Drucks
- Auto-CPAP zu Hause: Automatische Druckanpassung mit ambulanter Auswertung nach 1-2 Wochen
- Auswahl des Gerätetyps: CPAP (fixer Druck), Auto-CPAP (variabler Druck) oder BiPAP (zwei Druckniveaus)
2. Professionelle Maskenanpassung
Die richtige Maske ist entscheidend für den Therapieerfolg. Wir nehmen uns Zeit für eine individuelle Anpassung:
Wir testen verschiedene Modelle und Größen, bis Sie die optimale Passform finden. Korrekte Einstellung verhindert Leckagen und Druckstellen.
3. Schulung und Eingewöhnung
- Ausführliche Erklärung der Gerätebedienung und -reinigung
- Tipps zur Eingewöhnung und zum Umgang mit anfänglichen Problemen
- Probelauf während des Tages zur Gewöhnung
- Notfall-Kontakt für die ersten Wochen
4. Regelmäßige Verlaufskontrollen
Wichtige Parameter: AHI (sollte <5/h sein), Leckage (sollte <24 L/min sein), Nutzungsdauer (sollte >4h/Nacht sein)
Häufige Anfangsprobleme & Lösungen
Lösung: Befeuchter einschalten oder Befeuchtungsstufe erhöhen, evtl. beheizbarer Schlauch
Lösung: Maske neu anpassen (nicht zu fest!), andere Maskengröße oder -typ testen, Silikonpolster verwenden
Lösung: Maske neu justieren, Kopfband anpassen, andere Maskengröße probieren
Lösung: Rampen-Funktion nutzen (langsamer Druckaufbau), kleinere Maske (Nasenpolster) testen, tagsüber üben
Lösung: EPR/C-Flex aktivieren (Druckreduktion beim Ausatmen), evtl. auf BiPAP umstellen
Alternative Therapieoptionen
Unterkieferprotrusionsschiene (UPS)
Alternative bei leichter bis mittelschwerer OSA (AHI 5-30) ohne schwere Tagessymptome oder bei CPAP-Intoleranz.
- Individuell angefertigte Zahnschiene verlagert Unterkiefer nach vorne
- Erweitert Rachenraum und stabilisiert die oberen Atemwege
- Gut verträglich, geräuschlos, einfach auf Reisen
- Verlaufskontrolle nach 3-6 Monaten mit Kontroll-Polygraphie
Operative Therapie (HNO-Kooperation)
Bei anatomischen Engstellen können chirurgische Eingriffe die Atemwege erweitern:
- Tonsillektomie/Adenotomie: V.a. bei Kindern mit vergrößerten Mandeln
- Septumkorrektur: Bei stark verkrümmter Nasenscheidewand
- UPPP (Uvulopalatopharyngoplastik): Straffung des Gaumens
- Hypoglossus-Stimulation: Neues Verfahren mit Zungenschrittmacher
Wir arbeiten eng mit HNO-Spezialisten zusammen und beraten Sie umfassend zu chirurgischen Optionen.
Lifestyle-Modifikation
- Gewichtsreduktion: 10% Gewichtsverlust kann AHI um 20-50% reduzieren
- Schlafposition: Lagetraining zur Vermeidung der Rückenlage
- Alkoholverzicht: Besonders 4-6h vor dem Schlafen
- Nikotinverzicht: Rauchen begünstigt Schleimhautschwellung